Spaltfehlbildungen und Fehlbildungschirurgie

Die häufigsten angeborenen Fehlbildungen im Kopf-Halsbereich und durch sie verursachte Fehlbisse werden von unserem erfahrenen Team behandelt und betreut. Wir verfügen über hoch entwickelte Therapien und Operationstechniken, die dafür sorgen, dass im Nachhinein kaum noch Narben zu sehen sind und dass Gesicht und Gebiss sich gesund und harmonisch weiterentwickeln.

Patientenvideos Kiefer

Patientenvideos Gesicht

Fehlbildungschirurgie

Die häufigste angeborene Fehlbildung im Kopf-Halsbereich sind die Lippen-, Kiefer- und Gaumensegel-Spalten (LKGS-Spalten). LKGS-Spalten sind mit einem Neugeborenen mit Spaltbildung pro 500 Geburten die häufigste Fehlbildung des Neugeborenen. Wir können sie so korrigieren, dass fast keine sichtbaren Narben zurückbleiben.

Eine Spaltbildung wird in den allermeisten Fällen während der Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft erkannt. Wir beraten Sie dazu herzlich gerne bereits vor der Geburt Ihres Kindes. Bitte vereinbaren Sie dazu einfach einen Gesprächstermin unter Tel. 069 8405-1380 oder per E-Mail

Lippen- und Kieferspalten entstehen um den 30. Entwicklungstag des menschlichen Embryos, Gaumenspalten um den 60. Entwicklungstag während der Schwangerschaft.

Spaltbildungen entstehen als „Laune der Natur“ – teils aufgrund genetischer Veranlagung und teils wegen äußeren Faktoren wie Röntgenstrahlung oder Medikamentenwirkungen. Auch wenn in den Elternfamilien Spaltbehaftete sein sollten, erhöht sich dadurch die Wahrscheinlichkeit nur gering, dass Kinder ebenfalls diese Fehlbildung aufweisen werden.

  1. Probleme beim Saugen und Trinken ausgleichen
    Kurz nach der Geburt Ihres Kindes mit Gaumenspalte wird ein Abdruck des kleinen Oberkiefers genommen und daraus eine Trinkplatte angefertigt, welche die Spalte im Mund mechanisch verschließt. Dies unterstützt das Kind beim Saugen an der mütterlichen Brust oder an der Schnullerflasche und stimuliert zudem die Zunge und deren korrekte Positionierung.
  2. Druckausgleich und Mittelohrentlüftung gewährleisten
    Die Muskeln des Gaumens sind durch die Spalte unterbrochen, so können sie sich nicht normal zusammenziehen. Der Druckausgleich im Mittelohr funktioniert dadurch nicht korrekt. (Den Druckausgleich nehmen wir als befreiendes Knacken im Ohr z.B. beim Tauchen, während Start oder Landung im Flugzeug, oder wenn wir beim Schlucken die Nase zuhalten, wahr. Weil der Druckausgleich und damit die Mittelohrentlüftung nicht richtig funktioniert, kann sich ein Erguss von Flüssigkeit im Ohr ausbilden. Dieser kann über Jahre immer mehr eindicken und durch darauffolgendes Verwachsen mit der Gehörknöchelchen-Kette zum Hörverlust führen. Aus diesem Grunde sind alle betroffenen Kinder in der regelmäßigen Hals-Nasen-Ohrenärztlichen (pädaudiologischen) Kontrolle. Durch die moderne Technik einer Einlage eines Röhrchens in das Trommelfell während der Operation zum Spaltverschluss existiert diese Komplikation heute nicht mehr.
  3. Chirurgischer Spaltverschluss
    Die Operation zum einseitigen Spaltverschluss erfolgt ab dem dritten Lebensmonat, sobald Ihr Kind fünf Kilogramm Körpergewicht erreicht hat und sich sein Organismus an das Leben außerhalb der Mama gewöhnt hat.
    Wenn eine Spalte sehr breit ist, kann es erforderlich werden, dass zunächst eine Lippenheftung und ein Weichgaumenverschluß operativ erfolgt. Drei Monate später kann dann der Spaltverschluß komplettiert werden.
    Restspalten des Oberkiefers müssen manchmal später, im Alter von 9–11 Jahren, verschlossen werden, noch bevor der bleibende Eckzahn an die Oberfläche kommt. Eine Lippen-Nasenkorrektur mit etwa 16 Jahren ist nur gelegentlich erforderlich.

Kinder mit einer Pierre-Robin-Sequenz sind von einem verminderten Unterkieferwachstum in der Gebärmutter vor ihrer Geburt betroffen. Über die Ursachen ist bisher nichts bekannt.

Bei dieser Fehlbildung kann sich durch Fehllage der Zunge der Gaumen im hinteren oberen Bereich nicht schließen, und es kommt zu einer breiten, runden Gaumenspalte, die aus einer nicht erfolgten Vereinigung der Gaumenwülste resultiert. Auch diese Fehlbildung wird nach der Geburt Ihres Kindes direkt mit einer Gaumenabdeckung, identisch mit der LKGS-Trinkplatte versorgt, die aber zusätzlich einen Zungensporn trägt, welcher die Zunge nach vorn mit dem Unterkiefer mobilisiert. Das macht alternative Therapien, wie eine chirurgische Unterkieferknochenverlängerung, in den allermeisten Fällen zunächst unnötig. Aufgrund der Besonderheit der zurückliegenden Unterkieferposition und der dadurch eingeschränkten Atmung, die teilweise über die Gaumenspalte erfolgt, wird die OP zum Gaumenverschluß in der Regel später angesetzt.

Beispiel eines Behandlungsverlaufs bei der Pierre-Robin-Sequenz

Spaltnasenkorrekturen

Wir bearbeiten Knochen mit schonendem Ultraschall (hier demonstriert an einem rohen Ei)

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Gerne beraten wir Sie zu den Möglichkeiten einer konservativen oder operativen Behandlung Ihres Gesundheitsproblems im Mund-, Kiefer- oder Gesichtsbereich. Wir sind für Sie da! Sie erreichen die Praxis Landes & Kollegen telefonisch unter +49 (0) 69 8405-1380 oder per E-Mail.

Allen geplanten operativen Behandlungen geht eine ausführliche Beratung voraus, die auch gerne mehrfach und wiederholt stattfinden kann.
Wir sprechen deutsch, englisch, französisch, spanisch, arabisch und portugiesisch.

Unsere regelmäßigen Sprechstunden sind:
Montag, Dienstag, Donnerstag: 8:00 – 17:00 Uhr, Mittwoch: 8:00 – 13:00 Uhr, Freitag: 8:00 – 16:00 Uhr
dazu unsere Fast-Track-Sprechstunden am Dienstag, Donnerstag und Freitag, jeweils zwischen 8:00 und 9:00 Uhr!

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